Die RaRo-WG 24.2.-3.3.2018

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Acht junge Erwachsene. Eine Woche. Ein Haus. Kann das gut gehen? Es kann!

Eindrucksvoll bewiesen haben das die RaRo der G12 im Februar 2018. Sieben Tage lang lebten wir im neuen Pfadfinderheim in der St. Veiter Straße 78. Dazu war es natürlich notwendig, die verschiedensten Tagesabläufe zu koordinieren – wir waren (und sind nach wie vor) eine bunt gemischte Gruppe aus Schülern und Studenten an verschiedenen Schulen und Universitäten. Für viele war es ein erster vorsichtiger Schritt in eine neue Realität, mit neu gewonnen Freiheiten und der damit einhergehenden Verantwortung.

In diesem Sinne war die RaRo-WG vor allem ein Experiment, an dessen Ende neue Erfahrungen für alle Beteiligten standen.

(1) Nicht immer ist es einfach, zu den bisher gewohnten täglichen Verpflichtungen – Schule, Hausübungen, Lernsessions – die neu dazugewonnenen Aufgaben, also kochen, putzen, und so weiter zu vereinbaren. Hier hat es definitiv geholfen, ein großes Team zur Verfügung zu haben! Die schmerzhafte Erkenntnis, dass der Tag nun mal nur aus 24 Stunden besteht, muss wohl jeder einmal haben (optimalerweise würde man ja auch gerne mindestens ein Viertel davon schlafen!)

(2) Trotzdem: Es funktioniert. Nicht immer perfekt, manchmal nicht einmal besonders gut, aber es funktioniert ohne Zweifel. Wenn man sich Gedanken macht, einen Plan hat und einigermaßen strukturiert vorgeht, kann man so eine WG auch durchaus relativ reibungsarm gestalten. Das Abendessen wurde unsere gemeinsame warme Mahlzeit, danach wurde der restliche Abend gemeinsam auf die verschiedensten Arten und Weisen gestaltet. Filmabende, Brettspiele, der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt! Untertags ging jeder seiner jeweiligen Beschäftigung nach. Wer Zeit hatte, ging einkaufen, andere kochten danach. Auf diese Weise konnten wir die WG dank einem relativ flexiblen, aber doch strukturierten Plan de facto krisenfrei durchführen.

(3) Eine weitere Auflage war der WG auferlegt: Beim Essen wurde auf regionale Bio-Nahrungsmittel wertgelegt. Das hat seinen Preis. Jetzt kann man natürlich meinen, dass das keine große Neuigkeit und damit auch keinen großen Mehrwert für die WG darstellt, doch so banal es klingen mag: Zwischen dem Wissen, dass gesundes Essen mehr kostet, und der Erfahrung, selbst mehr Geld auszugeben, um sich bewusster zu ernähren, liegen Lichtjahre!

So weit, so gut. Die RaRo-WG war also im Großen und Ganzen ein Erfolg! Spaß, Lerneffekt und gutes Essen, alles in einem, eine ganze Woche lang. Ein Traum!

Doch wie jedes Experiment muss auch dieses eine grundlegende Voraussetzung erfüllen – es muss reproduzierbar sein. Daher stellen wir uns selbstverständlich ganz uneigennützig zur Verfügung, eine weitere Woche bei wärmerem Wetter im Pfadfinderheim zu verbringen! 😉

Text: Moritz Pichler

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