Gelebte Nachbarschaft Techuana 2012

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Wir sind alle wieder gut in Graz angekommen!!

Bericht ist auch schon fertig …
viel Spass beim durchlesen, nachlesen und träumen

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Fotos sind online !!!

… und auch das erste video

 

31.Juli:
Um neun Uhr versammelten wir uns alle vor dem Pfadfinderheim. Naja, fast alle…
Als wir dann alle beisammen waren, fuhren wir mit einem orangen Minibus nach Techuana (in der Nähe von Villach). Die Fahrt verlief ruhig und bequem, die lange Zeit (ca. 3 Stunden) vertrieben wir uns mit Witzen und Blödelei. Angekommen schnappten wir unser Gepäck und trugen es zum Lagerplatz. Gott sei Dank waren wir die Ersten (wir waren einen Tag früher angereist) und konnten durch die Wiese gehen, statt über die vorgesehene Straße zu latschen. Weil wir noch sehr viel Zeit hatten, kam unser Leiter Michi auf die Idee, zum Faaker See zu spazieren und von der dortigen Brücke zu springen. Gesagt – getan, wir hatten viel Spaß im See und als wir uns abgekühlt hatten, bauten gemeinsam unsere Zelte auf. Nachdem wir unser selbst mitgerachtes Abendessen genossen hatten, fielen wir in unsere Schlafsäcke und schliefen ein.

 

1.August:
Als wir in aller Frühe aufwachten, blieb uns kaum Zeit zum munter werden. Kaum aus dem Zelt, aßen wir unser erstes Frühstück am Lager. Den Kakao mussten wir mit dem Gaskocher aufwären, da wir noch keine Kochstelle gebaut hatten. Dies nahm natürlich eine geraume Zeit in Anspruch, in der wir schon damit begannen, Ordnung in unser Zelt zu bringen. Nach dem köstlichen Essen beendeten wir die Einrichtaktion erfolgreich. Danach  gingen wir alle zusammen in den Wald, um einen möglichst wasserdichten Unterschlupf aus einer Plane, einigen Seilen und Ästen aus dem Wald zu bauen. Als wir damit fertig waren, sammelten wir fleißig essbare Kräuter für eine Suppe. Der Geschmack war gewöhnungsbedürftig, aber hinterher gab es auch noch Gulasch aus der Dose, um den größten Hunger zu stillen. Doch damit war die Arbeit nicht getan, im Gegenteil: Einige von uns gingen los, um Holz für die Kochstelle zu besorgen. Am Abend banden wir noch zwei Dreibeine zusammen, den Rest wollten wir am nächsten Tag erledigen. Erschöpft von dem langen Tag sanken wir sofort in tiefen Schlaf.

2.August:
Diesen Tag verbrachten wir damit, unsere Kochstelle aufzubauen, das heißt: Hölzer zuschneiden, festbinden, Plane aufspannen, Matsch für die Feuerstelle holen und zubereiten. etc…
Einzige Regel: KEINE Nägel und ähnliches!!  😉

3.August
Juhuuu, unser erstes Frühstück auf der Kochstelle!! Das schmeckt gleich doppelt lecker! Frisch gestärkt machten uns gemeinsam mit der Gruppe Althofen & Lavanttal auf den Weg zum Baggersee, dem zweiten größeren See in der Umgebung. Dort verbrachten wir den ganzen Tag, und am Abend fuhren wir wieder zurück nach Techuana. Doch schlafen gehen hieß es noch lange nicht, denn am selben Abend war die Eröffnungsfeier geplant. So schnappten wir uns unsere Flagge und unsere Uniformen und gingen mit dem gesamten Unterlager zur Bühne, wo sich bereits alle Länder (Slovenien, Italien, Russland, Deutschland, Luxemburg, Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Österreich) versammelt hatten. Nach einigen Tanzdarbietungen mit miserabler Übersetzung (Beispiel: Deutsch: Wir wünschen euch viel Spaß am Lager mit euren MitpfadfinderInnen und LeiterInnen ? Englische Übersetzung: Have a great time) gab es noch ein gewaltiges Feuerwerk zum Abschluss.

4. August:
Der Baggersee hatte uns so gut gefallen, dass wir beschlossen, erneut dorthin zu fahren, diesmal allerdings mit den Fahrrädern, die wir eigens dafür geliehen hatten. Der Tag verlief aufregend und interessant (wir kämpften um die künstliche Insel in der Mitte des Sees, indem wir uns gegenseitig hinunterwarfen). Am Abend gab es dann noch ein Lagerfeuer mit unseren Nachbarn am Lagerplatz, bei dem sich jede Gruppe mit einem Ruf oder einem Lied präsentierte (in unserem Fall: Der Banana-Song). Zum Aschluss spielten wir noch einige Spiele mit der Gruppe Südtirol und anderen.

5.August:
Dieser Tag war der “Besucher-Tag”, an dem uns fast alle Eltern und fallweise sogar Großeltern unserer Pfadis besuchen kamen und sich einen Überblick über das Lager verschafften. Gleichzeitig lief die Aktion “Talent-O-Rama”, die die verschiedenen Talente der einzelnen Pfadfinder fördern sollte. In unserer Gruppe nahm allerdings keiner daran teil, da fast alle mit ihren Familien unterwegs waren. Der Rest fing inzwischen an, einen kleinen Turm zu bauen. Unser Leiter Michi “Stone” schnitt sich bedauernswerterweise in die Hand und musste sich diese nähen lassen.

6.August:
Der erste Programmpunkt für uns: Wir besuchten den Burgbau in Friesach (
http://www.burgbau.at/) sowie die Ausgrabungsstätte Magdalensberg (http://www.landesmuseum-ktn.at/Landesmuseen/Magdalensberg/magdalensfr.html). Alles in allem leider viel zu viel, wir waren richtig froh als wir endlich erleichtert schlafen gehen konnten.

7.August:
Am Vormittag hatten wir einen richtig coolen Programmpunkt:  wir gingen auf der alten Drau mit Booten, die wir selbst aus Baumstämmen, Tonnen, Reifen und Seilen gebaut hatten raften. Unser Boot ist leider beim Ablegen gekentert und zu Bruch gegangen, doch wir stoppelten aus einigen Baumstämmen und Reifen notdürftig ein Boot zusammen, sodass wir trotzdem noch teilnehmen konnten. Dieses Boot war nicht besonders stabil, und wir schwommen beinahe die ganze Strecke und zogen das Boot hinter uns her. Das Wasser war eisig und wir waren froh als uns am Ziel die Sanitäter mit Wärmedecken empfingen. Den Nachmittag hatten wir frei, um uns von den Strapazen zu erholen.

8.August:
Wir machten eine Fahrradtour mit einigen anderen Gruppen (Ypps / Salzburg), rund um den Faaker See und blieben dann beim Strandbad in Faak am See stehen. Dort hatten wir Spaß im Wasser und an Land, genossen ein kühles Eis und dann fuhren wir wieder zum Lagerplatz und packten unsere Rucksäcke für die nächsten beiden Tage.

9.August:
In der Früh brachen wir zu unserem 2-Tages-Hike auf: Wir wollten in 48 Stunden vom Lagerplatz (400m) auf den Mittagskogel (2143m) und wieder zurück gehen. Am ersten Tag gingen wir bis zur Bertha-Hütte, wo wir zum Abendessen leckeres Kartoffelgulasch MIT WÜRSTCHEN bekamen und dann auch übernachteten.

10  – 12 August:
Um vier Uhr in der Früh hieß es schon aufstehen und in die Wanderschuhe. Wir brachen auf, um den Gipfel zu bezwingen und kamen etwa bei Sonnenaufgang dort an. Wir aßen leider recht ungemütlich am Gipfelkreuz (im Wind, bei 10°C) und traten dann den Abstieg an.

Eine angenehme Üerraschung gab es noch: Jan, Dominik und Moritz bekamen die zweite Klasse (eine spezielle Auszeichnung bei den GuSp) verliehen. Gegen vier Uhr kamen wir nach einem anstrengenden Abstieg kamen wir gegen vier Uhr wieder im Lager an. Die verleibenden Tage werden wir nur noch die Lagerbauten abbauen und nach Hause fahren.

In diesem Sinne GUT PFAD,
Dominik und Moritz

 

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